{"id":30,"date":"2019-12-12T16:30:51","date_gmt":"2019-12-12T16:30:51","guid":{"rendered":"http:\/\/hendrikjewangemann.de\/?page_id=30"},"modified":"2020-02-26T09:34:03","modified_gmt":"2020-02-26T09:34:03","slug":"lehre","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hendrikjewangemann.de\/?page_id=30","title":{"rendered":"Lehre"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"http:\/\/hendrikjewangemann.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Wangemann_Lehre-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-127\" srcset=\"https:\/\/hendrikjewangemann.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Wangemann_Lehre-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/hendrikjewangemann.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Wangemann_Lehre-300x200.jpg 300w, https:\/\/hendrikjewangemann.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Wangemann_Lehre-768x512.jpg 768w, https:\/\/hendrikjewangemann.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Wangemann_Lehre-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/hendrikjewangemann.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Wangemann_Lehre.jpg 1919w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Singen lehren, Singen lernen\u2026.<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>\u201e \u2026 jedenfalls wollen wir dar\u00fcber nicht streiten; es ist ein weites Feld. Und dann sind auch die Menschen so verschieden\u2026&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Wendung geht zur\u00fcck auf Theodor Fontanes Roman \u201eEffie Briest\u201c und passt sehr gut, will man beschreiben, worum es beim Singen-Lehren-und Lernen geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Lehren und Lernen sind gleicherma\u00dfen langwierige, komplexe Prozesse, die nur gelingen k\u00f6nnen, wenn die Beziehung zwischen Lehrer und Sch\u00fcler auf gegenseitigem Vertrauen und Anerkennung der jeweiligen Pers\u00f6nlichkeit beruht.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Lehrenden sind ein hohes Ma\u00df an fundierter Fachkenntnis, Beobachtungsgabe, Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen, Vermittlungskompetenzen technischer und menschlicher Art sowie eine kritische Selbstreflexion Grundvoraussetzung f\u00fcr einen gelingenden Ausbildungsprozess.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Lernende hat zun\u00e4chst die Aufgabe &#8211; und diese ist oft mit \u00c4ngsten, Zweifeln und Unsicherheit verbunden &#8211; sich auf das Konzept des Lehrers einzulassen.<br>\nAusprobieren, \u00dcben, Wahrnehmen, F\u00fchlen sind Prozesse, die den S\u00e4nger auch das ganze Berufsleben dauerhaft begleiten.<br>\nDas Singen ist dar\u00fcber hinaus sehr stark mit der seelisch-emotionalen Ebene verbunden; nicht selten kommen verborgene Gef\u00fchle zum Vorschein, die es zu bearbeiten und zu integrieren gilt.<\/p>\n\n\n\n<p>In jedem Fall geht es um eine ganzheitliche Entwicklung, welche die gesamte Pers\u00f6nlichkeit einschlie\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein pers\u00f6nlicher Wunsch ist es, ein gesundes gesangstechnisches Fundament zu vermitteln, das nicht losgel\u00f6st ist von der Freude und Leidenschaft am Singen, das zur richtigen Zeit das richtige Repertoire in den Mittelpunkt stellt sowie auf die gegebenen M\u00f6glichkeiten und F\u00e4higkeiten des Studierenden eingeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Gesangslehrer kann allerdings nicht ALLES richten. Der bekannte Gesangsp\u00e4dagoge Paul&nbsp;Lohmann hat einmal gesagt: &#8222;Singen lernt man zwischen den Gesangsstunden&#8220;. Genauso ist es.<br>\nVon zweimal 45 Minuten Gesangsunterricht in der Woche in insgesamt 30&nbsp;Semesterwochen wird niemand ein herausragender S\u00e4nger.<br>\nDies bedeutet f\u00fcr den Gesangsstudenten eine immense Flei\u00dfarbeit, einen Lernprozess des Umsetzens, des sich selbst Befragens, des Ausprobierens und \u00dcbens.<br>\nTechnik als Fundament ist nur eine Sache. Das &#8222;Sich-Ausdr\u00fccken&#8220;, das Transportieren von GEF\u00dcHLEN und INHALTEN steht aber letztlich im Mittelpunkt dessen, was zur Hauptaufgabe eines S\u00e4ngers geh\u00f6rt.<br>\nDas Publikum BER\u00dcHREN &#8211; wenn uns dies gelingt, erf\u00fcllt es die Zuh\u00f6rer und uns selbst gleicherma\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Student ist nicht &#8222;Eigentum&#8220; seines Lehrers. <br>Nat\u00fcrlich freue ich mich, wenn meine Sch\u00fcler Erfolg haben, und wenn die gemeinsame Arbeit Fr\u00fcchte tr\u00e4gt.<br> Ebenso sehe ich es auch als meine Aufgabe, ihnen Wege aufzuzeigen, die nicht ausschlie\u00dflich an meine Person gekoppelt sind. Ich m\u00f6chte sie ermutigen, \u00fcber den Tellerrand hinauszuschauen: <br> Der Besuch von Meisterkursen, die den bisherigen Weg unterst\u00fctzen und erweitern, ein fortf\u00fchrendes Studium bei einem Kollegen oder die Teilnahme an Wettbewerben, die heute zu wichtigen Sprungbrettern geh\u00f6ren, sind M\u00f6glichkeiten, welche in den meisten F\u00e4llen die gesamte Pers\u00f6nlichkeit st\u00e4rken und voranbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>In den ersten Jahren der Ausbildung bef\u00fcrworte ich eine wirkliche Kontinuit\u00e4t; das sogenannte &#8222;Teach-Hopping&#8220;, das hei\u00dft, von einem Lehrer zum anderen zu springen, ist wenig zielf\u00fchrend und verschleiert nur allzu oft das eigentliche Problem.<br>\nWenn die &#8222;Chemie&#8220; zwischen Lehrer und Sch\u00fcler allerdings gar nicht stimmen sollte, und keine gemeinsame Linie entstehen kann, ist f\u00fcr beide Seiten eine Trennung auch manchmal sehr sinnvoll.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz wichtig ist mir, ein ehrliches und verantwortungsvolles Feedback zu geben, welches dem Studierenden erm\u00f6glicht, seinen individuellen Weg zu finden &#8211; als Solist, in einem Chor oder Ensemble oder aber auch als P\u00e4dagoge.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine professionelle Beratung sowie eine gute Selbstwahrnehmung der eigenen F\u00e4higkeiten und M\u00f6glichkeiten sind unverzichtbar, wenn man langfristig als S\u00e4nger t\u00e4tig sein m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diesen wunderbaren Beruf lohnt es sich, viel Arbeit und Flei\u00df auf sich zu nehmen und ich w\u00fcnsche allen, sich auf diesen spannenden Prozess voll Freude, Lebendigkeit und Neugier einzulassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Einen solchen Weg begleiten zu d\u00fcrfen, ist f\u00fcr mich als Lehrende gleicherma\u00dfen Bereicherung wie Herausforderung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Singen lehren, Singen lernen\u2026. \u201e \u2026 jedenfalls wollen wir dar\u00fcber nicht streiten; es ist ein weites Feld. 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